Das ständige Engagement in guten Taten ist ein wichtiges Merkmal der Gläubigen. In der Hoffnung, das Paradies und Gottes Zustimmung zu errreichen, nehmen sich die Gläubigen nach Beendigung einer guten Tat sofort eine neue Aufgabe vor. Wer die Gläubigen jedoch zu demoralisieren versucht, zögert so lange wie möglich, in der Hoffnung, die Muslime zu behindern. Indem sie sie ablenken, hoffen sie, sie könnten wenigstens die guten Taten verzögern, die die Gläubigen ausführen. Auf den ersten Blick mag es so aussehen, daß solche Verzögerungen einen Zeitverlust für die Gläubigen darstellen und als ob das beabsichtigte Ziel erreicht worden sei. Doch die Wahrheit ist eine andere, wenn man sie im Licht des Quran betrachtet. Für die Gläubigen ist der beabsichtigte Zweck wichtiger als die Ausführung. Da der Gläubige nur für Gottes Wohlgefallen handelt, wird er – so Gott will – trotzdem seine Belohnung erhalten, wenn er versucht, die ihm in den Weg gelegten Hindernisse der Teilnahmslosen zu beseitigen. Er hofft, auch im Jenseits die beste Belohnung von Gott zu erhalten.
Um den Muslimen die Zeit zu stehlen und Lethargie unter ihnen zu verbreiten, versuchen die Teilnahmslosen, die Muslime dazu zu bringen, sich mit ihren eigenen Angelegenheiten zu befassen. Darum kommen sie oft mit ihren persönlchen Problemen, von denen die meisten selbst verschuldet sind, zu den Gläubigen. Sie lenken die Gläubigen durch ihre Unmoral und ihre Nachlässigkeit ab, eine Haltung, die nicht vereinbar ist mit dem Quran. Sie versuchen, den Fortschritt der Muslime durch verschiedene Mittel aufzuhalten. Sie täuschen Unwissenheit vor bei Dingen, die sie tatsächlich verstehen, behaupten, nicht gehört zu haben, verschwenden Zeit, indem sie auf unnützen Details herumreiten, wenn sie an einem dringenden Projekt arbeiten, sie sind ohne Begeisterung. Sie haben viele Entschuldigungen, verzögern die Fertigstellung einer Aufgabe, die sofortige Aufmerksamkeit verdient und verschwenden Zeit mit Projekten zweitrangiger Bedeutung. Sie wiederholen dieselbe Frage, als wenn sie die Antwort nicht kennen würden, oder wenn sie gebeten werden, etwas bestimmtes zu tun, verlangen sie mehrfach dieselben Erklärungen. Zweck dieses Benehmens ist es, die Zeit der Gläubigen zu erschöpfen, die Ausführung guter Taten zu verzögern und anderen, die krank sind im Herzen, ein schlechtes Beispiel zu geben.
Während sie den Gläubigen Schwierigkeiten bereiten, wollen sie, daß auch andere in der Muslimischen Gesellschaft sich wie sie benehmen. Sie versuchen, sie in die Inaktivität zu locken. Manche Charakterschwachen, die negativ beeinflusst sind von ihrer Trägheit, könnten den Gläubigen Probleme bereiten und deren Zeit verschwenden. Da sie nicht im Licht des Quran einschätzen können, was um sie herum passiert, finden sie nichts Falsches an der negativen Haltung derer, die versuchen, die Gläubigen zu demoralisieren. Im Gegenteil, sie können es sogar als vernünftig ansehen, so zu handeln wie sie tun. Doch die Absichten und Bemühungen derer, die teilnahmslos geworden sind und derer, die von ihnen beeinflusst werden, können der Religion in keiner Weise schaden. Im Gegenteil, sie sind gut für die Religion. Die Existenz und die Aktivitäten solcher Menschen verstärken nur den Eifer der wahren Gläubigen, lassen sie ihrer Sache noch mehr verpflichtet sein, was ihnen am Ende den Erfolg bringt. Wie im Quran geschrieben steht, können diejenigen, die vom rechten Weg abweichen, denen nicht schaden, die sich auf dem rechten Weg befinden.
Sicherlich besteht die grösste Illusion dieser Menschen darin, nicht zu erkennen, daß ihre Umgebung sie durchschaut. Gläubige können solche Menschen leicht erkennen, denn der Quran liefert detaillierte Berichte über deren Charakter, damit die besten Vorsichtsmassnahmen getroffen werden können.O ihr, die ihr glaubt! Ihr seid nur für euch selbst verantwortlich. Wer irrt, kann euch nicht schaden, solange ihr rechtgeleitet seid. Zu Gott geht eure Heimkehr allzumal, und dann wird Er euch verkünden, was ihr getan habt. (Sure 5:105 - al-Ma'ida)
Wenn es um Vertrauen geht, so vertrauen die Gläubigen nur denen, die in der Lage sind, sie zu schützen, und sie übertragen wichtige Aufgaben niemals an jene, die teilnahmslos sind. Doch wegen ihrer fehlenden Einsicht halten die Teilnahmslosen das für einen Erfolg ihrer Klugheit und sie freuen sich darüber. Weil ihr Ziel nicht darin besteht, Gottes Wohlgefallen zu erreichen, halten sie es für einen Vorteil, wenn sie nichts tun müssen. Doch es ist in Wahrheit ein grosser Verlust für sie. Ausserdem wissen sie nicht, daß sie die Muslime gar nicht demoralisieren können; ihre bösen Machenschaften sind in Wahrheit zum Vorteil der Gläubigen, denn sie machen diese äusserst wachsam und erfahren in der Erkennung der Charaktertypen des Menschen. Muslime lassen nicht nach darin, die Teilnahmslosen zu ermahnen und sie daran zu hindern, Böses zu tun, denn es ist eine Verpflichtung für sie. Gott hat den Gläubigen auferlegt, das Gute zu gebieten, das Falsche zu verbieten und an die Wahrheit zu erinnern.Siehe, Gott gebietet euch, die euch anvertrauten Güter ihren Eigentümern zurückzugeben, und wenn ihr unter den Leuten richtet, nach Gerechtigkeit zurichten. Siehe, Gott - wie trefflich ist das, wozu Er euch mahnt! Siehe, Gott hört und sieht. (Sure 4:58 - an-Nisa)
Doch die Heuchler und die mit Krankheit im Herzen oder mit schwachem Glauben, können durch solche Indoktrination beeinflusst werden. Die Teilnahmslosen sind an bestimmten Merkmalen zu erkennen: Ihr Versagen, Aufgaben pünktlich zu erledigen, ihr fehlender Enthusiasmus beim intellektuellen Kampf für die Religion Gottes, ihr Versagen, sich an Gott zu erinnern, ihre Vermeidung von Opfern, ihre Faulheit, ihre Bevorzugung einfacher Aufgaben, ihre eingeengte Perspektive, ihre langweilige, seelenlose Erscheinung, das Fehlen von Eifer und Freude, die aus der Frömmigkeit kommen und ihre Unordentlichkeit gehören zu diesen Merkmalen.Er sprach: "Mein Herr! Du hast mich abirren lassen; so will ich ihnen jetzt auf Erden (das Böse) anziehend machen und sie allesamt verführen, außer Deinen auserwählten Dienern unter ihnen." (Sure 15:39-40 - al-Hidschr)
Auch andere sollen dadurch zur Trägheit verleitet werden, zu demselben Denken indoktriniert werden, möglichst viele demoralisiert werden. Die Teilnahmslosen, die die Willensschwachen an ihrem Verhalten und ihrer Art zu sprechen erkennen, konzentrieren ihre Anstrengungen auf diese Menschen. Sie wählen sich die aus, von denen sie glauben, sie teilten dieselbe Einstellung, sie benutzen sie, um verdeckte Botschaften zu übermitteln, von denen sie fälschlicherweise annehmen, sie blieben unentdeckt, und sie kommunizieren mit ihnen in einer täuschenden Sprache.
Etwas zu tun, womit man sich selbst verwöhnt, anstatt sich in Dingen zu engagieren, die den Muslimen zum Vorteil gereichen, ist ein Benehmen, daß suggeriert: „Es ist unsinnig sich besonders anzustrengen; Schau her, wie ich mich vergnüge, das kannst du auch.“ Selbstsüchtig zu sein, anstatt Opfer zu bringen, das Beste von allem für sich selbst zu behalten und die Bedürfnisse anderer zu missachten, all das transportiert die Botschaft: „Denke immer an dich selbst, bevor du an andere denkst.“ Im Gegensatz zu einem bescheidenen, respektvollen Verhalten bedeuten Respektlosigkeit und Spott: „Schau her, so kannst du andere erniedrigen und dich selbst als überlegen darstellen.“ Doch anstelle dieses fehlgeleiteten Denkens garantieren Opferbereitschaft, Ehrlichkeit und Bescheidenheit ein friedvolles, erfülltes Leben. Der Lebensstil, der von denen propagiert wird, die unsensibel sind für die Feinheiten der Religion, widerspricht der Moralität der Gläubigen.
Tatsächlich ist das Ziel derer, die die Teilnahmslosigkeit empfehlen, das Vorherrschen einer Moral, die auf Egoismus, Faulheit, Hochmut und Perversion basiert, anstatt auf der moralischen Perfektion, die durch Geduld, Bescheidenheit, Unterwerfung, Fleiss und Opferbereitschaft erreicht wird. Die Schwachen im Glauben, Opfer dieser Indoktrination, nehmen dagegen an, es liege Ehre darin, hochmütig zu sein und keine Opferbereitschaft zu beweisen. Die wirklich Intelligenten und Weisen dagegen sind diejenigen, die Gottes Grösse einzuschätzen wissen und nach der von unserem Herrn befohlenen Moral leben. Nur Gott gibt dem Menschen den Frieden und die Ehre, die er sucht. Wer annimmt, er könne Frieden und Glück finden, indem er der im Quran beschriebenen Moral nicht folgt, befindet sich in einem grossen Irrtum. Unser Herr bringt uns die Botschaft, daß der Mensch nur dann ein ehrenhaftes Leben führen kann, wenn er nach den Prinzipien der wahren Religion lebt:
Auch sind diese Menschen anfällig für Gottloses Gerede. Wenn sie unter sich sind, reden sie offen gegen die Muslime, die Propheten und gegen den Islam. Sie kritisieren die Muslime offen und behaupten, diese hätten ihre Rechte verletzt. Sie verspotten aufrichtige Muslime und das, was diese tun. Während sie behaupten, deren Qualitäten zu loben, verachten sie sie in Wahrheit und sehen sie als minderwertig an. Sie sprechen scheinbar positiv, doch in Wahrheit haben sie schlechte Gedanken. Ein Vers beschreibt uns beispielhaft, wie sie das Almosengeben und andere Bemühungen der Muslime auf dem Weg Gottes verspotten. Gott informiert uns über diese Heuchler und macht klar, daß es am Ende die Heuchler selbst wein werden, die dem Gespött ausgesetzt sein werden.Wenn die Wahrheit ihren Neigungen gefolgt wäre, wahrlich, Himmel und Erde und was darin ist wären dann gewiss zu Grunde gegangen. Wir überbrachten ihnen ihre Warnung, doch sie kehrten sich von ihrer Warnung ab. (Sure 23:71 - al-Muminun)
In der gesamten Geschichte gab es Menschen dieses Charakters unter den Gläubigen. Ein anderer Bereich, bei dem diese Menschen ihre Meinung insgeheim teilen, obwohl sie ihre wahren Gedanken niemals auszusprechen wagen, bezieht sich auf die Gesandten. Im Beisein der Gesandten behaupten diese Menschen, sie stimmten deren Botschaft zu. Doch in geheimen Gesprächen mit ihren Kumpanen reden sie gegen die Gesandten. Menschen, die solche Bösartigkeit verkörpern, gab es auch zur Zeit unseres Propheten, und sie hielten geheime Treffen ab, bei denen sie gegen ihn und die wahren Gläubigen konspirierten. Doch alle Pläne wurden von Gott vereitelt, und in Übereinstimmung mit Seinem Gebot wird das auch in Zukunft so sein. Ein Vers offenbart diese Tatsache:Diejenigen, welche die Gläubigen verhöhnen, die aus freien Stücken Almosen geben oder die nichts (zu geben) finden als ihre Arbeitsleistung, und deswegen sie verspotten - Gott verspottet sie! Und ihnen wird schmerzliche Strafe zuteil. (Sure 9:79 - at-Tauba)
Zur Zeit unseres Propheten gab es Menschen, die schwach waren im Glauben und Heuchler, die sich gegen Seine Gebote und Ermahnungen auflehnten und es wagten, sich respektlos zu diesen Ermahnungen zu äussern. Sie behaupteten, niemals gehört zu haben, was ihnen mehrere Male gesagt worden war, und wenn sie daran erinnert wurden, behaupteten sie, man hätte ihnen solches nie gesagt. Die ganze Zeit über schworen sie üble Eide. Gott warnt die Gläubigen in einem Vers:Geheime Absprache ist vom Teufel, zum Leidwesen der Gläubigen. Doch kann er ihnen ohne Gottes Zustimmung nichts zuleide tun. Auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen! (Sure 58:10 - al-Mudschadala)
In einem anderen Vers befiehlt Gott unserem Propheten im Zusammenhang mit den Heuchlern:Sie nehmen ihre Eide als Schutzschild und bringen von Gottes Weg ab; darum wird ihnen eine qualvolle Strafe bereitet. (Sure 58:16 - al-Mudschadala)
Die Heuchler benutzen oftmals eine ausgesucht zweideutige Sprache und sagen: „Wir haben es nur gut gemeint.“ Doch das ist nichts als irreführende Taktik. Sie versuchen, ihre Doppelzüngigkeit zu verbergen und nehmen fälschlicherweise an, dies werde nicht bemerkt oder sie könnten sie leicht erklären. Obwohl die Gläubigen erkennen, daß diese Menschen die Entscheidungen der Gesandten missbilligen, versuchen sie immer noch, ihre Unmoralität zu verbergen. So wollen sie die Muslime demoralisieren und die Schwachen im Glauben mit ihren bösartigen Schmeicheleien beeindrucken und sie an sich binden. Gott sagt uns jedoch, daß diese Bemühungen vergeblich sind.O du Gesandter! lass dich nicht durch die, welche miteinander im Unglauben wetteifern, betrüben, wie jene, die zwar mit ihrem Mund sprechen: "Wir glauben!", doch in ihren Herzen nicht glauben; und wie diejenigen Juden, die jeder Lüge und denjenigen Glauben schenken, die noch nicht zu dir gekommen sind. Sie verdrehen den Sinn der Wörter und sprechen: "Wenn euch dies gebracht wird, so nehmt es an, und wenn es euch nicht gebracht wird, so hütet euch davor! Wen Gott der Versuchung überlassen will, für den vermagst du bei Gott nichts. Sie, deren Herzen Gott nicht reinigen will, empfangen im Diesseits Schande und im Jenseits gewaltige Strafe. (Sure 5:41 - al-Ma'ida)
Diejenigen, welche ungläubig sind und von Gottes Weg abhalten und sich vom Gesandten trennen, nachdem ihnen der rechte Weg deutlich gemacht worden war, können Gott keineswegs Schaden zufügen, doch Er wird ihre Werke vereiteln. (Sure 47:32 - Muhammad)
Die Moralität der Religion durchdringt das gesamte Leben eines Gläubigen. Wer aber teilnahmslos ist, missachtet die moralischen Prinzipien, die das Wesen der Religion ausmachen, obwohl er bis zu einem gewissen Grad die für andere sichtbaren Gottesdienste verrichtet. Sie urteilen anhand dieses fehlgeleiteten Denkens, anstatt anhand dessen, dem Gott zustimmt und anhand der Moralität des Quran. Sie planen Ereignisse nach den Kriterien, die für die Ignoranten der Religion von Bedeutung sind. Der Quran beschreibt die Verfassung dieser Menschen:Sprich: "Siehe, mein Gebet, mein Gottesdienst, mein Leben und mein Tod gehören Gott, dem Herrn der Welten. (Sure 6:162 - al-An‘am)
Da sie einer irrigen Ansicht vertrauen anstatt auf den Quran, ist ihr gesamtes Denken verdorben. Gläubige wissen, daß der wahre Ort des Lebens das Jenseits ist und daß dieses Leben nur vorübergehend ist, deshalb widmen sie alle Anstrengungen ihrerseits der Religion Gottes. Ihre Absicht ist es, Gottes Billigung zu erlangen, Seine Gnade und das Paradies. Deswegen messen sie den Dingen dieser Welt nur die unbedingt erforderliche Bedeutung bei, streben aber generell das Jenseits an. Wer aber von der Teilnahmslosigkeit erfasst wird, legt exzessiven Wert auf dieses weltliche Leben.Wünschen sie sich etwa die Rechtsprechung aus der Zeit der Unwissenheit? Wer aber richtet besser als Gott, für Leute, die im Glauben fest sind? (Sure 5:50 - al-Ma'ida)
Wer solche Ignoranz im Herzen trägt und sie den Muslimen überstülpen will, ist übermässig mit weltlichen Dingen befasst. Wenn sie krank werden zum Beispiel, setzen sie ihr Vertrauen nicht in Gott, sondern lassen sich stattdessen von grosser Furcht überwältigen. Weil sie übermässig mit sich selbst beschäftigt sind, führt allein schon die Möglichkeit der Verletzung ihrer Person oder ihrer Interessen bei ihnen zu übertriebenen Reaktionen. Krankheiten ängstigen sie auf das Schrecklichste, denn sie messen dieser Welt zu viel Bedeutung bei und sie sind sich nicht der Tatsache bewusst, daß in jedem Aspekt des von Gott verfügten Göttlichen Plans am Ende das Gute steckt. Sie sind selbst dann nicht erleichtert, wenn verschiedene Ärzte ihnen eine einwandfreie Gesundheit bescheinigen, denn sie sind voller unberechtigter Sorgen. Um Erleichterung zu bekommen setzen sie ihre Hoffnungen auf Ärzte und Medikamente. Natürlich muss jemand, der krank ist, professionelle Hilfe von Fachleuten bekommen und die empfohlene Therapie befolgen. Er muss sich jedoch bewusst sein, daß weder die besten Ärzte, noch die effizienteste Arznei eine Genesung herbeiführen können, wenn Gott es nicht will. Weil Gläubige sich der Tatsache bewusst sind, daß Gott es ist, der Krankheiten sendet, genau wie deren Heilung, setzen sie ihr Vertrauen in Gott und unterwerfen sich Ihm.
Fehlende Gelassenheit und fehlendes Vertrauen in Gott sind typisch für die, die anfällig sind für Teilnahmslosigkeit, und sie üben negativen Einfluss aus auf jene mit Krankheit im Herzen. Ihre Zweifel und wechselnden Stimmungen führen diese Menschen zu albernen Kommentaren und sie zeigen denselben Mangel an Vertrauen unter ähnlichen Umständen. Das Hauptziel dieser Menschen ist es, Chaos unter den Muslimen zu verbreiten, und die Beeinflussbaren unter ihnen und die Schwachen im Glauben in Verwirrung und sinnlose Agitation zu stürzen.
Eine andere Eigenschaft jener, die lethargisch sind, wenn es um die Prinzipien der Religion geht, ist deren tiefe Bewunderung für die Lebensweise der Unwissenden. Was die unwissenden Gesellschaften für wertvoll halten – Reichtum, Macht und Stellung – beeindruckt sie sehr. Ausserdem unternehmen sie alles, denen zu ähneln, die berühmt und populär sind; sie imitieren ihren Lebensstil, die Art sich zu kleiden, zu sprechen und soziale Aktivitäten. Natürlich gibt es nichts auszusetzen daran, wenn man den guten Eigenschaften anderer Menschen nacheifert. Doch wonach diese Menschen lechzen, sind nicht deren gute Eigenschaften, sondern die Denkweise der Unwissenden. Ihre Anschauungen sind geprägt von den Praktiken der Unwissenden. Doch der Quran macht klar, was richtig oder falsch ist und was wichtig ist oder unwichtig. Doch aufgrund ihrer Begierden wollen sie diese Eigenschaften der unwissenden Gesellschaften annehmen, anstatt gute Muslime zu sein.
Wenn sie über etwas sprechen, verraten ihre Bemerkungen die Geistesverfassung eines Menschen, der sich Gottes Existenz nicht im Geringsten bewusst ist. Trotzdem nehmen sie an, sie gewönnen an Prestige, wenn sie die Werte der Unwissenheit annehmen, von denen sie glauben, sie seien überlegen, und sie nehmen fälschlicherweise an, sie gewönnen auch Prestige unter den Gläubigen. Doch aufrichtige Gläubige messen solch weltlichen Kriterien keine Bedeutung bei. Wenn ein Mensch sein Wissen und seine Ausbildung für die Sache des Islam einsetzte und zum Vorteil der Muslime, dann wäre das mit Sicherheit ein lobenswertes Unternehmen, daß nach Gottes Willen im Jenseits belohnt werden würde. Doch die Attribute, die jene suchen, die nicht Gottes Zustimmung finden, werden ihnen keinen Vorteil bringen, weder in dieser Welt, noch im Jenseits. Ein Vers offenbart diese Tatsache:
In einem weiteren Vers informiert uns Gott, daß das einzige Kriterium die Gottesfurcht ist und daß alles, was in dieser Welt für wertvoll gehalten wird, in Gottes Augen wertlos ist:... die beste Vorsorge ist die Gottesfurcht... (Sure 2:197 - al-Baqara)
Der Respekt und die Liebe für einen anderen Menschen entwickeln sich entsprechend dem Glauben an Gott und der Wertschätzung für Ihn, denn sie folgen der Moral des Quran. Sie denken niemals an die Kriterien der Unwissenheit. Nur die, die nicht den Quran als Wegleitung nehmen, können von den Verführern zur Teilnahmslosigkeit beeinflusst werden, denn nur sie sind anfällig, ihrem Beispiel zu folgen und ihnen nachzueifern. Ihr gemeinsames Merkmal ist ihr Glaube an die Unplausibilität eines Lebens, daß von Gottesfurcht charakterisiert wird, von Aufrichtigkeit und Liebe zu Gott. Ganz sicher wird solcher Unglaube nur zu schmerzvollem Leiden führen.… Doch der vor Gott am meisten Geehrte von euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Gott ist fürwahr wissend, kundig. (Sure 49:13 - al-Hudschurat)
Auf den folgenden Seiten werden wir manche der Tricks aufdecken, die diese Menschen benutzen. Dabei müssen wir einen wichtigen Punkt im Gedächtnis behalten. Weder durch verschlagene oder offenkundige Methoden wird es ihnen gelingen, die Muslime zu demoralisieren, so Gott will. Diese Menschen, die aus irgendwelchen Gründen nicht begreifen, daß Gott es ist, Der alles vorherbestimmt, verstehen demzufolge auch nicht, daß sie nichts erreichen können, wenn Gott es nicht will. Ausserdem entgeht ihnen die Tatsache, daß Gott die Gläubigen beschützt und daß Er sie erfolgreich sein lässt. Weiterhin nehmen sie fälschlicherweise an, niemand erkenne ihre wahren Absichten. Gott sagt uns, Er werde das Unheil derer mit Krankheit in den Herzen enthüllen:… sie werden nicht eher aufhören, euch zu bekämpfen, als bis sie euch von euerem Glauben abtrünnig gemacht haben, sofern sie dies vermögen... (Sure 2:217 - al-Baqara)
Dies, weil sie dem folgten, was Gott verurteilt, und Abscheu vor dem hatten, was Ihm wohlgefällt. Darum wird Er ihre Werke vereiteln. Oder meinen die, in deren Herzen Krankheit ist, daß Gott ihre Bosheit nicht zum Vorschein bringt? (Sure 47:28-29 Muhammad)
Wer die Muslime demoralisieren will, versucht, deren Zeit zu vergeuden, indem er sie mit unnützen, wertlosen Dingen zu beschäftigen versucht, so daß ihre Aufmerksamkeit von ihrer höheren Verantwortung abgelenkt wird. Damit will er sie vergessen machen, daß sie Gott im Jenseits Rechenschaft schuldig sind. Der Quran erwähnt diese Untugend der Teilnahmslosen in folgendem Vers:Und sich von allem Nichtswürdigen fernhalten. (Sure 23:3 - al-Muminun)Und wenn sie eitles Geschwätz hören, kehren sie sich davon ab und sprechen: "Für uns unsere Taten und für euch eure Taten! Friede sei mit euch! Wir suchen keine Unbedarften." (Sure 28:55 - al-Qasas)
Diese Menschen tendieren zu sinnlosen Diskussionen, die den Muslimen keinerlei Nutzen bringen; sie ziehen es vor, über die vergänglichen Dinge dieser Welt zu sprechen, anstatt über etwas, das den Glauben stärkt, die Zeichen der Schöpfung zum Beispiel. Neueste Modetrends, Popsongs, Autos, Urlaubsziele etc. Sind die Themen, die ihre meiste Zeit in Anspruch nehmen, denn sie sehnen sich nach dem Lebensstil der Unwissenden. Selbstverständlich sprechen auch Muslime über diese Dinge, und auch sie sind an bestimmten gesellschaftlichen Aktivitäten interessiert. Doch sie vergessen dabei niemals die vergängliche Natur des Lebens in dieser Welt. Sie wissen, daß Gott die feinste Kleidung, die besten Autos und die schönsten Ferienanlagen erschafft, und sie sind Gott dankbar, wenn Er sie ihnen zugesteht. Sie sind sich bewusst, daß alles Schöne, das sie sehen, aufgrund Seiner Gnade existiert, so wenden sie sich allein Gott zu und danken Ihm für all das Gute, das Er bewilligt.Doch unter den Menschen gibt es manch einen, der sich belustigende Geschichten besorgt, um ohne ordentliches Wissen in die Irre zu führen, weg von Gottes Weg, und darüber zu spotten. Solche trifft schmähliche Strafe! (Sure 31:6 - Luqman)
Durch die Themen, die sie ansprechen und die Art und Weise, wie sie das tun, ignorieren diejenigen, die die Muslime demoralisieren wollen, den Tag des Gerichts, und sie handeln, als würde das Leben niemals enden. Dadurch glauben sie, auch die Muslime dazu verleiten zu können, weltlichen Dingen zu frönen. Doch diese List wird nicht wirken, denn eine der Attribute der Gläubigen ist es, sich von vergeblichen Dingen fernzuhalten. Sein Gewissen hilft dem Gläubigen, sofort zwischen sinnlosen und sinnvollen Aufgaben unterscheiden zu können, und er ergreift entsprechende Massnahmen. Der Quran erklärt uns, daß das Paradies, das wahre Ziel des Gläubigen, ein Ort ist, der völlig geläutert ist von sinnlosem und unmoralischem Gerede:
Menschen des Glaubens, die sich ihr ganzes Leben lang auf das Paradies vorbereiten, handeln immer unter Berücksichtigung dieses Wissens; das Leben in dieser Welt kann sie nicht täuschen und sie fallen nicht auf sinnloses Geschwätz herein. Sie behalten auch ständig im Gedächtnis, daß es Gott ist, der die Versuche derer zunichte macht, die die Gläubigen von Seinem Weg abbringen wollen. In einem Vers heisst es:Sie hören dort weder Geschwätz noch Lüge. (Sure 78:35 - an-Naba)Dort hören sie kein (böses) Geschwätz, sondern nur Friedliches... (Sure 19:62 - Maryam)
Den intellektuellen Kampf zwischen den Gläubigen und den Ungläubigen hat es in der gesamten Geschichte gegeben. Im Quran steht geschrieben, daß die Propheten und ihre Anhänger während der Verbreitung von Gottes Botschaft immer der Verleumdung, der Verhaftung und dem Exil ausgesetzt waren, manchmal sogar ermordet wurden. Das Leben unseres Propheten und seiner Anhänger ist ein gutes Beispiel dafür. Als unser Prophet die Ungläubigen Mekkaner aufrief, an Gott zu glauben, wurde er von ihnen mit dem Tode bedroht, er sah sich gemeinen Anklagen gegenüber und war unter diesem Druck der Ungläubigen gezwungen, nach Medina auszuwandern.Diejenigen, welche ungläubig sind und von Gottes Weg abhalten - ihre Werke wird Er fehlgehen lassen. (Sure 47:1 - Muhammad)
Jene, die die Muslime damals einschüchtern wollten, verhinderten notwendige Gegenmassnahmen der Gläubigen. Sie unterstützten den Propheten und die anderen Gläubigen in keiner Weise. Im Gegenteil, sie versuchten, den Gläubigen falsche Informationen über die wahre Natur des Dilemmas zu geben, in dem sie sich bafanden. Gott macht dies in folgendem Vers deutlich:
Diese Menschen, deren wahre Absicht es war, den Kampf zu vermeiden, beabsichtigten die Suggestion, es gebe keinerlei Situation, die irgendwelche Vorbereitungen erfordere; dadurch wollten sie die Moral der Gläubigen brechen und sie verwundbar machen.Wenn sie gewillt gewesen wären auszurücken, hätten sie sich dafür ausgerüstet... (Sure 9:46 - at-Tauba)
Vorsichtsmassnahmen zu treffen und auf jede Situation vorbereitet zu sein sind einzigartige Eigenschaften der Gläubigen. Denn wenn sie eine Aufgabe angehen, ziehen sie alle Möglichkeiten in Betracht, die ihnen oder der Gemeinschaft Schaden zufügen könnten, und sie treffen ohne zu zögern alle notwendigen Vorsichtsmassnahmen. Wer jedoch die Muslime demoralisieren will, versucht, sie daran zu hindern, diese Massnahmen zu ergreifen, indem er sie mit seiner verdorbenen Mentalität beeinflussen und irreführen will. Eine Methode, die sie versuchen, besteht darin, den Gläubigen jemanden als vertrauenswürdig zu präsentieren, der die Moral der Religion nicht vollständig begriffen hat, und sie dadurch in kompromittierende Situationen zu bringen.
Nach dem verdorbenen Denken der Teilnahmslosen kann jemand als Gläubiger angesehen werden, ganz einfach wenn dieser sagt: „Ich glaube.“ Das ist jedoch falsch. Natürlich ist ein solcher Satz sehr wichtig, doch er muss durch Anschauung und Verhalten untermauert werden, um glaubhaft zu sein. Ein Vers bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Wüstenaraber:
Unser Herr sagt also eindeutig, daß man den Glauben nicht erfassen kann, wenn man einfach sagt: „Ich glaube“. Ausserdem sagt Gott, daß Er die Gläubigen mit Sicherheit prüfen wird, daß sie nicht einfach mit den Worten „Ich glaube“ davonkommen werden."... Ihr glaubt (noch) nicht! Sagt vielmehr: »Wir sind Muslime«; denn der Glauben ist noch nicht in eure Herzen eingedrungen... (Sure 49:14 - al-Hujdschurat)
Ein aufrichtiger Gläubiger offenbart seine Frömmigkeit und die Tiefe seines Glaubens durch die genaue Beachtung dessen, was gesetzlich oder ungesetzlich ist, wie die Religion es vorschreibt, durch seinen Gehorsam gegenüber allen Geboten des Quran, seine Geduld, sein Vertrauen in und seine Unterwerfung vor Gott, durch seine Loyalität, seinen Glauben an das Schicksal, durch Dankbarkeit und Bescheidenheit. Im Gegensatz dazu denken die Teilnahmslosen in ganz anderen Kategorien. Die erste ist das persönliche Interesse. Sie werden freudig jemanden als Gläubigen ansehen, wenn er ihnen einen Vorteil verschaffen kann, selbst wenn dieser Mensch keine einzige der oben angeführten Eigenschaften aufweist. Ausserdem versuchen sie, den anderen Muslimen ihre Meinung aufzuzwingen. Sie haben ihre eigenen Kriterien für Gut und Böse. Danach können sie jemanden als „vielversprechend“ einschätzen, und wenn er ihnen die gewünschten Vorteile bringt, ihn als „guten Menschen“ einstufen, ohne Rücksicht auf sein moralisches Niveau. Andererseits bezeichnen sie leichtfertig jemanden als verdorben, nur weil er ihre zukünftigen Gewinne behindern könnte. Darum gibt es für sie keinen Grund, warum sie sich nicht mit denen anfreunden sollten, die Gottes Grenzen nicht einhalten.Meinen die Menschen wohl, in Frieden gelassen zu werden, nur weil sie sagen: "Wir glauben" - und nicht auf die Probe gestellt zu werden? (Sure 29:2 - al-‘Ankabut)
Sie werden zum Beispiel nie zugeben, daß jemand, der behauptet, er sei Muslim, aber der trotzdem spielt und die Gebete nicht verrichtet, auf dem falschen Weg ist. Sie glauben nicht, daß jemand, der seine Gebete verrichtet, aber verbotenen Gewinn anstrebt, oder jemand, der fastet, aber den Bedürftigen nicht hilft und gierig ist nach materiellen Gütern, fehlgeleitet ist. Sie versuchen sogar, solche Menschen zu verteidigen. Der Mensch kann ohne weiteres versäumen, der wahren Moral des Quran zu folgen, aus Unwissenheit oder weil er sein Gewissen nicht befragt. Doch wenn er in der richtigen Weise daran erinnert wird, wird er sich bessern. Ein aufrichtiger Mensch gibt seine fehlerhaften Ansicht oder Praktiken auf, sobald er das Rechte gesehen hat. Wer hier gemeint ist, sind nicht die, die aufrichtig sind und Fehler machen. Die von den Teilnahmslosen verteidigt werden, sind die, die nicht übereinstimmen mit dem, was recht ist, obwohl sie es wissen, oder die, die ihre Denkweise nicht ändern, obwohl sie Gottes Gebote genau verstanden haben und trotzdem behaupten, sie seien Muslime.
Man trifft solche Menschen häufig in unwissenden Gesellschaften. Diese Menschen lehnen die Religion nicht rundheraus ab, obwohl sie die Gebote nicht so befolgen, wie sie sollten. Sie verrichten ihre Gebete, fasten dann und wann und sagen, sie hätten keine bösen Absichten, doch wenn es darum geht, Gottes Gebote zu befolgen, finden sie nichts Falsches daran, viele davon zu missachten. Von Zeit zu Zeit begehen sie unrechtmässige Handlungen und behaupten dann, Gott werde ihnen vergeben, weil sie gute Absichten gehabt hätten. Die Gebete von Zeit zu Zeit zu versäumen, grundsätzlich das Morgengebet zu versäumen, Glücksspiel, Zinsen zu nehmen, wenn es nötig scheint, das Fasten ohne ausreichende Entschuldigung zu versäumen, all das wird von ihnen akzeptiert. Diese Übertretungen, die aufgrund einer verdorbenen Mentalität begangen werden, entsprechen nicht der Quranischen Moral. Trotzdem vertrauen diese Menschen ihrem Denken und behaupten, sie hätten diese Gewohnheiten von ihren Vorvätern übernommen, sie folgten also nur deren Traditionen. Der Quran beschreibt dieses Denken so:
Ihre Zurückweisung der von den Propheten vermittelten Religion, mit der Begründung, sie sei mit den eigenen Bräuchen unvereinbar, ist der abnormste Aspekt ihres Denkens. Indem sie daran festhalten, es sei das Erbe ihrer Vorväter, bestehen sie auf ihrer Unsittlichkeit und behaupten sogar, dies sei es, was Gott ihnen offenbart habe. Sie bestehen darauf, der Weg ihrer Vorväter sei richtig und weisen den Weg, auf den die Propheten sie leiten wollten, zurück.Und wenn man zu ihnen spricht: "Befolgt, was Gott herabgesandt hat," sprechen sie: "Nein, wir befolgen, was wir bei unseren Vätern vorfanden." Wie? Obgleich ihre Väter nichts wussten und nicht geleitet wären? (Sure 2:170 - al-Baqara)
Obwohl sie wissen, aufgrund ihres eigenen Gewissens, daß die ihnen vermittelte Religion richtig und gerecht ist, bestehen sie auf ihrer Unsittlichkeit mit ihrer Bemerkung:
Obwohl sie behaupten, sie seien Muslime, wenden sie sich gegen aufrichtige Muslime. Weder leben sie nach der Religion, die von Gott offenbart wurde, noch wollen sie, daß andere danach leben. Um das zu erreichen, wollen sie die Muslime auf verschiedenen Wegen demoralisieren.“… denn wir haben derartiges nie von unseren Vorvätern gehört.” (Sure 28:36 - al-Qasas)
Die Teilnahmslosen arbeiten zusammen mit denen, die sich Muslime nennen, weil beide nicht offen bekennen, daß sie die Religion zurückweisen; teilweise halten sie deren Prinzipien ein, um ihren angeblichen Glauben zu dokumentieren. Ausserdem verdecken sie auf diese Weise ihre Unmoral, und sie wollen diese pervertierte Perspektive unter den Muslimen verbreiten.
Der intellektuelle Kampf gegen antireligiöse Ideologien ist, wie schon erwähnt, eine der wichtigsten Verpflichtungen der Gläubigen.
Unser Herr informiert uns über die realen Absichten derer, die behaupten, sie seien Muslime, obwohl sie keinen Glauben haben: Es sind jene, die sagen, „Wir sind Muslime“, wenn sie wahre Muslime treffen.
Natürlich dürfen die Gläubigen solchen Heuchlern niemals trauen, denn sie geben sich nur so lange als Freunde der Gläubigen aus, wie sie ihre Interessen nicht in Gefahr sehen. Wenn sie aber ihre persönlichen Interessen gefährdet sehen, kehren sie den Gläubigen ihren Rücken zu und schmieden sogar Pläne gegen sie. Das ist ähnlich verwerflich, wie das Verhalten der Ungläubigen zu Zeiten unseres Propheten; Manche der Ungläubigen in Mekka nutzten jede Gelegenheit, gegen die Konditionen der Vereinbarung zu verstossen, die sie mit unserem Propheten getroffen hatten. Ein Vers lautet:„... sind sie aber mit ihren Teufeln allein, so sprechen sie: "Siehe, wir stehen zu euch und treiben nur Spott." (Sure 2:14 - al-Baqara)
Das wahre Ziel derer, die versuchen, die Gläubigen mit ihren Worten zu umschmeicheln, während sie in ihren Herzen die wahre Religion ablehnen, wird enthüllt werden, „wenn die Sache beschlossen ist“. Ein Vers lautet:Wie (können sie es), wo sie doch weder Blutsbande noch Bündnis achten würden, wenn sie euch besiegten? Mit ihrem Munde stellen sie euch zufrieden, ihre Herzen sind (euch) jedoch abgeneigt, und die Mehrzahl von ihnen sind Frevler. (Sure 9:8 - at-Tauba)
Die Gott nicht fürchten, so wie Er gefürchtet werden sollte, die nicht begreifen, daß sie am Tag des Gerichts für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden, verraten sich durch solche Beispiele. So sind sie für die aufrichtigen Gläubigen leicht zu erkennen. Auch wenn die Verfechter der Teilnahmslosigkeit diese Menschen zu verteidigen versuchen, die ihnen sehr ähnlich sind, da sie behaupten, wahrhaft aufrichtig zu sein, doch nicht nach der Religion leben, weil ihnen die notwendigen Kenntnisse fehlen, so kennen die Gläubigen doch die Wahrheit. Denn diese Menschen leben nicht nach der wahren Religion und zwar nicht aus Unwissenheit, sondern weil sie sie zurückweisen. Wie zu erwarten, sind die Gläubigen vorsichtig im Umgang mit diesen Menschen, die ihre Moralität und wahre Mentalität durch ihr Verhalten enthüllen, und sie fühlen daher keine innere Liebe und keinen Respekt für sie. Diejenigen, die die Muslime zu demoralisieren versuchen, sind die, die Liebe empfinden für die, die Gottes Grenzen nicht einhalten, die nicht nach der Quranischen Moral leben und die nicht bemüht sind, der wahren Religion zu folgen. Aus dem Quran wissen wir, das Muslime niemals denen gegenüber Zuneigung zeigen, die gegen Gott und Seine Gesandten opponieren:„... Denn da die Sache nun beschlossen ist, wäre es für sie am besten, wenn sie Gott aufrichtig vertrauten.“ (Sure 47:21 - Muhammad)
Du wirst kein Volk finden, das an Gott glaubt und an den Jüngsten Tag und dabei den liebt, der Gott und Seinem Gesandten zuwiderhandelt, und wären es ihre Väter oder ihre Söhne oder ihre Brüder oder ihre Verwandten. Sie - in ihre Herzen hat Er den Glauben eingraviert, und Er stärkt sie mit Seinem Geist. Und Er führt sie in Gärten ein, durcheilt von Bächen, ewig darin zu verweilen. Gott hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Sie sind Gottes Partei. Gottes Parteigänger sind gewiss die Erfolgreichen. (Sure 58:22 - al-Mudschadala)
Bei gesellschaftlichen Anlässen können die Gläubigen Beziehungen zu Menschen anderen Glaubens aufnehmen, die alle freundlich behandelt werden. Daran ist nichts auszusetzen. Doch wahre Liebe und Respekt zeigen sie nur gegenüber denen, die glauben. Der einzige Freund, Beschützer und Helfer der Gläubigen ist Gott, Seine Botschafter und die Gläubigen, die aufrichtig sind in ihrer Hingabe zu Gott. Ein Vers lautet:Hast du denn nicht jene gesehen, welche ein Volk zu Beschützern nehmen, dem Gott zürnt? Sie gehören Weder zu euch noch zu ihnen. Und sie beschwören wissentlich eine Lüge. (Sure 58:14 - al-Mudschadala)
Doch die mit Krankheit in den Herzen „wenden sich völlig ab“, wenn sie zu Gott und seinem Gesandten gerufen werden. (Sure an-Nisa', 61) Anstatt die Freundschaft mit dem Botschafter und den Gläubigen zu pflegen, fühlen sie sich den Ungläubigen näher. Hinter dieser Zuneigung stehen mehrere listige Absichten. Wie wir aus diesen Versen erkennen können, sind diese Menschen diejenigen, die sich nicht festgelegt haben, auf welcher Seite sie stehen. Wenn sie bei den Gläubigen sind, vermissen sie die Teilnahme an den Aktivitäten der Ungläubigen. Sie geben ihre Beziehungen zu den Ungläubigen niemals auf, denn sie wissen, daß sie den Gläubigen eines Tages den Rücken kehren werden. Ein weiterer Grund ist ihre fehlende Entschlusskraft. Es ist offensichtlich, daß jemand der aufrichtig glaubt, niemals daran denkt, abseits der Gläubigen zu leben. Gott enthüllt die Unentschlossenheit dieser Menschen in folgendem Vers:Siehe, eure Beschützer sind Gott und Sein Gesandter und die Gläubigen, die das Gebet verrichten und die Steuer zahlen und sich vor Ihm beugen. (Sure 5:55 al-Ma'ida)
Ein weiterer Grund, warum diese Menschen ängstlich sind, ist der, daß sie insgeheim mit den Ungläubigen zusammenarbeiten, indem sie sich gegen die Gläubigen verschwören. So nehmen sie an, sie könnten den Gläubigen schaden und deren intellektuellen Kampf behindern. Die Heuchler, die zur Zeit unseres Propheten lebten und eine weitere Moschee errichteten, von wo aus sie mit Hilfe der Ungläubigen Pläne gegen die Gläubigen schmiedeten, sind ein Beispiel dafür. Der entsprechende Vers liest sich so:Hin und her schwankend, weder zu diesen noch zu jenen gehörend. Und wen Gott irregehen lässt, für den findest du keinen Weg. (Sure 4:143 - an-Nisa)
Wie dieser Vers auch offenlegt, ist es eine weitere vielsagende Eigenschaft dieser Menschen, zu behaupten, niemandem schaden zu wollen. Doch sie bezwecken genau das. Es ist wohl klar, daß jemand, der nur das Beste will, dem Weg Gottes’ und Seines Botschafters folgt. Da sie wissen, daß die Versprechen Gottes’ und Seiner Botschafter wahr sind, ziehen Gläubige nur andere Gläubige ins Vertrauen. Doch auch wenn die Teilnahmslosen mit den Gläubigen zusammenleben, unterhalten sie doch enge Beziehungen mit den Ungläubigen, dabei völlig vergessend, daß Gott nichts verborgen bleibt. Sie werden niemals verstehen, daß Gott jedes Detail ihrer geheimen Pläne kennt, selbst ihre innersten Gedanken. Während sie ihre geheimen Gespräche mit ihren Komplizen führen, sieht Gott genauestens zu und die Engel führen Protokoll über alles, was sie tun.(Noch) andere haben eine Moschee erbaut, um Unheil, Unglauben und Spaltung unter den Gläubigen zu stiften. Und als Rückhalt für den, welcher zuvor Gott und Seinen Gesandten bekämpft hatte. Und wahrlich, sie schwören: "Wir bezwecken ja nur Gutes!" Aber Gott ist Zeuge, daß sie Lügner sind. (Sure 9:107 - at-Tauba)
Wir müssen uns daran erinnern, daß die Liebe und das Interesse, das sie für die Ungläubigen anstatt für die Gläubigen zeigen, für diese Menschen im Jenseits zu grossem Bedauern führen wird. Dies sind die falschen Bindungen, die dazu führen, daß man vom geraden Weg abweicht und ins schlingern kommt. Die sich hartnäckig weigern, diese Tatsache anzuerkennen, werden ihr Bedauern am Tag des Gerichts bekennen, doch dann wird es keine Gelegenheit mehr geben für sie, umzukehren und ihre Untaten wieder gut zu machen.Sie verbergen sich vor den Menschen, doch können sie sich nicht vor Gott verbergen; und Er ist bei ihnen, wenn sie des Nachts besprechen, was Ihm nicht gefällt. Gott überschaut all ihr Tun. (Sure 4:108 - an-Nisa)Meinen sie denn, daß Wir ihre Geheimnisse und ihr heimliches Gespräch nicht hören? Im Gegenteil. Unsere Boten bei ihnen schreiben es auf. (Sure 43:80 - az-Zukhruf)
Denn an diesem Tage wird der Sünder sich in die Hände beißen und rufen: "O hätte ich doch nur den Weg mit dem Gesandten genommen! O weh, hätte ich mir doch keinen solchen zum Freund genommen! Wahrlich, er führte mich in die Irre, weg von der Ermahnung, nachdem sie an mich ergangen war!" In der Tat, der Satan ist des Menschen Verräter." (Sure 25:27-29 - al-Furqan)
Weitere wichtige Eigenschaften dieser Menschen sind ihre Feigheit und ihre fehlende Gottesfurcht. Diese Menschen, die die Überlegenheit von Gottes Autorität und Seine unendliche Macht nicht begreifen, haben auch Schwierigkeiten, die Bedeutung des Schicksals vollständig zu verstehen. Sie sehen nicht die endgültige Perfektion in jedem Moment des von Gott verfügten Göttlichen Plans. Tatsache ist aber, daß jeder Mensch unvorhergesehene Ereignisse während seines Lebens erfährt. Er kann ungerecht behandelt werden, diffamiert oder beleidigt... In einer solchen Situation vergisst ein Muslim, der Gott vertraut, nicht, daß alles vorherbestimmt ist, und aus diesem Grund empfindet er keinen Kummer. Da er weiss, daß dieser Moment auch Teil seines Schicksals ist, wie jeder andere Moment seines Lebens, begegnet er allem, was ihm geschieht, mit Gelassenheit. Er kann manchmal in Umstände geraten, die für jemanden, der sein Vertrauen nicht in Gott setzt, schwer zu ertragen sind. Er kann zum Beispiel plötzlich sein gesamtes Vermögen verlieren, oder ein Kind, er kann seine Arbeit oder die Schule aufgeben müssen, oder er kann erfahren, daß einer seiner besten Freunde im Sterben liegt... Doch ein Muslim ist in solchen Fällen niemals bekümmert. In dem Bewusstsein, daß Gott ihn von allen Seiten umfasst, in jedem Moment, vertraut er auf Ihn und er verlässt sich auf Ihn. In solchen und ähnlichen Umständen ist er uneingeschränkt unterwürfig und gehorsam gegen Gott. Er vergisst niemals, daß nichts geschieht, ohne daß Gott es verfügt hat, und so nimmt er freudig hin, was für ihn vorgesehen ist. In vielen Quranversen sagt Gott uns, das alles, was einem Menschen widerfährt, in einem Buch geschrieben steht, und es geschieht ihm nichts, was nicht in diesem Buch verzeichnet ist. Einer dieser Verse lautet wie folgt:
Diese Menschen, die Gott nicht fürchten, wie sie sollten, haben stattdessen grosse Angst vor anderen Menschen. Es steht geschrieben in diesem Vers:Du verfolgst kein Geschäft und trägst nichts aus dem Quran vor und ihr betreibt nichts, ohne daß Wir Zeuge eures Verhaltens sind. Deinem Herrn bleibt auch nicht das Gewicht eines Stäubchens auf Erden und im Himmel verborgen. Und nichts ist kleiner oder größer als dies, ohne daß es in einem Buch klar verzeichnet stünde. (Sure 10:61 - Yunus)
Auch der Vers,Wahrlich, ihr erregt in ihren Herzen mehr Furcht als Gott, weil sie ein Volk ohne Verstand sind. (Sure 59:13 al-Haschr)
bestätigt, daß sie annehmen, alles habe sich gegen sie verschworen. Ein anderer Vers teilt mit, daß sie auch dann Angst und Furcht empfinden, wenn sie in einer Muslimischen Gesellschaft leben."… und glauben, daß jeder Laut sich gegen sie richtet. Sie sind der Feind; darum hüte dich vor ihnen. Gott bekämpfe sie! Wie leicht lassen sie sich doch verblenden!." (Sure 63:4 - al-Munafiqun)
Indem sie Konflikte künstlich herbeiführen, versuchen sie, den Muslimen dieselbe Angst einzuflössen. Selbst eine geringfügige Angelegenheit scheint ihnen gefahrvoll zu sein, wobei sie wieder ignorieren, daß alles vorherbestimmt ist. Aufgrund ihres lebhaften Temperaments können sie Menschen mit schwachem Glauben beinflussen. Sie wollen besonders Panik und Furcht verbreiten, die vorherrschenden Gefühle, unter denen sie leiden, in der Hoffnung den Eindruck erwecken zu können, es gebe wirklich eine Situation, vor der man sich fürchten müsse. Sie sind voller Zweifel, wie Gott in diesem Vers feststellt:Und sie schwören bei Gott, daß sie ganz gewiss zu euch gehören. Sie gehören aber nicht zu euch, sondern sind ein furchtsames Volk. (Sure 9:56 - at-Tauba)
Weil sie in ihrem Herzen nicht glauben, daß die Muslime nach Gottes Willen obsiegen werden, versuchen sie, den Eindruck zu erwecken, sie seien mit unüberwindlichen Problemen konfrontiert, indem sie Ereignisse übertreiben, die auf den ersten Blick eine Gefahr darstellen könnten. Weil sie Chaos und Konflikt als etwas ansehen, das die Kraft der Muslime schwächt, wollen sie genau dies unter den Muslimen erzeugen, indem sie etwas, das negativ erscheint, zur grossen Tragödie stilisieren, obwohl es in Wahrheit unbedeutend ist. Doch die Muslime wissen, daß eine scheinbar widrige Situation am Ende Gutes bewirkt, genauso, wie scheinbar vorteilhafte Situationen schlecht ausgehen können, weil alles nach einem Göttlichen Plan erschaffen ist. Sie unterwerfen sich dem Schicksal und führen ein Leben, geläutert von allen weltlichen Belangen. Sie wissen, daß alle Pläne gegen sie mit dem Ziel, sie zur Teilnahmslosigkeit zu verführen, zum Scheitern verurteilt sind.„... Doch habt ihr euch selbst der Versuchung ausgesetzt und abgewartet und gezweifelt. Und eitle Hoffnungen betrogen euch, bis Gottes Befehl kam. Über Gott hatte euch der Erzbetrüger betrogen. (Sure 57:14 - al-Hadid)
Deswegen und damit Gott die bösen Pläne der Ungläubigen vereitele. (Sure 8:18 - al-Anfal)
Pessimismus ist ein spezifischer Charakterzug der Ungläubigen, einer, der sie sowohl materiell als auch spirituell schwächt, der ihnen ihren Enthusiasmus nimmt und sie hoffnungslos und unzufrieden macht. So, wie selbst in Niedergeschlagenheit versinken, versuchen jene, die die Teilnahmslosigkeit propagieren, anderen Muslimen die Hoffnung und Begeisterung zu nehmen. Doch sie verstehen nicht, warum die Muslime in allem, was geschieht, das Gute sehen.„… Und verzweifelt nicht an Gottes Erbarmen. Siehe, an Gottes Erbarmen verzweifeln nur die Ungläubigen.“ (Sure 12:87 - Yusuf)Sprich: "O meine (Gottes-)Diener, die ihr euch gegen euch selber vergangen habt! Verzweifelt nicht an Gottes Barmherzigkeit; seht, Gott verzeiht die Sünden allzumal. Er ist gewiss der Vergebende, des Barmherzige. (Sure 39:53 - az-Zumar)
Sie können niemals begreifen, daß das, was sie als beklagenswert ansehen, von Gott aus einem ganz bestimmten Grund herbeigeführt worden ist und daher in etwas Positivem enden kann. Deshalb erwarten sie grundsätzlich das schlimmste, versuchen, die Muslime in Angst vor anderen zu versetzen und sie den intellektuellen Kampf vergessen zu lassen. Der Quran berichtet davon, daß in den Zeiten der Propheten ähnliche Dinge gasagt wurden, um die Muslime in die Verzweiflung zu treiben. Als unser Prophet lebte, gab es Menschen, die versuchten, den Gläubigen die Hoffnung zu nehmen, damit sie den Kampf aufgeben sollten, indem sie ankündigten, gewisse Personen hätten sich gegen sie zusammengerottet.
Anhand dieses Verses ist sichtbar, daß diese Menschen den Gläubigen gegenüber so auftraten, als täten sie ihnen einen Gefallen mit dieser „freundlichen“ Warnung. Doch sie wollten die Gläubigen nur einschüchtern. Doch fromme Gläubige fallen nicht herein auf eine solche List. Aufgrund ihres Glaubens lassen sie sich durch solch grundlose Warnungen nicht beeindrucken, sondern erwidern, daß Gott genug für sie und der beste Garant sei. Diese Gläubigen unterwarfen sich Gott und vertrauten Ihm. Im folgenden Vers offenbart unser Herr die wundervolle Belohnung, die Er ihnen für ihren Glauben gab.Diejenigen, zu denen die Leute sagten: "Passt auf! Die Leute haben sich bereits gegen euch zusammengeschart: Nehmt euch vor ihnen in Acht!" Diese wurden im Glauben nur stärker und sprachen: "Uns genügt Gott. Er ist unser bester Garant!" (Sure 3:173 - Al-Imran)
Im Gegensatz zu dem, was die Advokaten der Teilnahmslosigkeit denken, kann nichts den Menschen schaden, die glauben und Gottes Wohlgefallen suchen. Der Segen Gottes ist ihnen sicher. Einer der Hauptgründe, warum diese Menschen fälschlicherweise annehmen, die Gläubigen seien im Nachteil, ist, daß die Unwissenden in der Mehrheit sind, während die Zahl der frommen Gläubigen nur gering ist. Sie glauben, die Mehrheitsverhältnisse seien der entscheidende Faktor. Doch Gott sagt uns im Quran, wie falsch diese Einschätzung ist:Sie kehrten mit Gottes Gnade und Huld zurück, ohne daß sie ein Übel getroffen hätte, und sie strebten nach dem Wohlgefallen Gottes; und Gott ist voll großer Huld. (Sure 3:174 - Al-Imran)
Solche Menschen wollen den Gläubigen die Hoffnung nehmen, sie abhalten vom Gottesdienst, indem sie ihn als zu grosse Last darstellen. Bevor sie zum Beispiel etwas unternehmen, die Islamische Moral zu verbreiten, behaupten sie, ohnehin werde sie niemand annehmen, es sei also unnötig, sich überhaupt zu engagieren. So wollen sie den Eifer der Gläubigen dämpfen. Auch schlagen sie vor, anstatt so viele Menschen wie möglich erreichen zu wollen, reiche es aus, langsam voranzuschreiten und nur ihre unmittelbare Umgebung zu erreichen, um die moralischen Lehren des Quran zu verbreiten. Sie hoffen, sie davon abhalten zu können, mehr Kraft zu gewinnen. Sie machen solche Vorschläge getarnt als Helfer der Gläubigen, die ihnen guten Rat geben wollen. Ihre wahre Absicht ist es jedoch, die Aktionen der Gläubigen im Keim zu ersticken, in der Hoffnung, sie in die Verzweiflung zu treiben und ihre Entschlossenheit zu schwächen.... “Wie oft hat ein kleiner Haufen mit Gottes Willen eine große Schar besiegt! Und Gott ist mit den Standhaften.“ (Sure 2:249 - al-Baqara)
Doch die Gläubigen verzweifeln nicht über solchen Täuschungsmanövern. Im Gegenteil, sie stärken nur ihre Entschlusskraft. Sie wissen, daß es Gott ist, Der alles erschafft, auch die scheinbaren Hindernisse, doch für einen frommen Gläubigen gibt es kein Hindernis, daß mit Hilfe Gottes nicht überwunden werden kann. Diese Kenntnis inspiriert den Gläubigen zu unerschütterlicher Hoffnung, ganz gleich, unter welchen Umständen. So werden seine Anschaungen niemals negativ sein, und er glaubt, daß alles was er tut, gut enden wird. Aufrichtige Gläubige, die den Weg der Propheten gehen, wissen, daß der Herr ihnen zum Sieg verhelfen wird. Dieses Versprechen hat der Herr denen gegeben, die glauben.
Wahrlich, Unser Wort erging bereits an Unsere Diener, die Gesandten, daß sie ganz gewiss Beistand finden werden. (Sure 37:171-172 - as-Saffat)